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Dom St. Nikolaus


Dom St. Nikolaus

Willkommen im Dom zu Stendal, der eigentlich gar kein Dom ist, denn er war nie Bischofssitz!

Im Jahre 1188 stifteten die Askanier Graf Heinrich von Gardelegen und sein Bruder Otto II., Markgraf von Brandenburg, für ihr eigenes Seelenheil und das ihrer Familien im Süden der Stadt ein Chorherrenstift, das am 29. Mai 1188 durch Papst Clemens III. urkundlich bestätigt wurde.

Die Grafen hatten dies freilich mit der Absicht getan, so heißt es, in Stendal ein Bistum zu gründen, um die Vormachtstellung des Halberstädter Bischofs zu schwächen und die politische Stellung der Askanier zu stärken. Zudem stand ein Chorherrenstift in einem höheren geistlichen Rang als ein Kloster und hätte im Falle der geplanten Bistumsneugründung die Aufgaben eines Domstiftes übernehmen können.


Dom St. Nikolaus

Aber aus all dem ist nichts geworden. Heinrich von Gardelegen starb früh und alle hochfliegenden Pläne mit ihm.

Das einzige, was von damals übrig blieb, sind die Bezeichnungen: Die Kirche nennt der Volksmund "Dom St. Nikolaus" oder einfach nur "Dom" und der dazugehörige Gebäudekomplex heißt allgemein "Domstift".

Dennoch ist die Kirche einen Besuch wert! Ihr größter Schatz sind die mittelalterlichen Glasmalereifenster im Chor, deren Bestand der umfangreichste nördlich der Alpen ist.

Willkommen also im Dom - nein - in der Kirche "Dom St. Nikolaus".

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