Schönfeld bei Stendal
Das Rittergut war bereits im Mittelalter im Besitz der Familie derer von Rundstedt. Der Ortsname mit der Endung "feld" weist auf eine germanische Siedlung hin. Der Grundriss eines Hauses, der am Nordrand einer großen Sandgrube freigelegt worden war, belegt das. Die Grundrisszeichnung des Fundes befindet sich im Völkerkundemuseum. Für die Vorgeschichte waren die Funde so bedeutend, dass man einen ganzen jungsteinzeitlichen Kulturkreis nach dem Fundort benannte, die Schönfelder Kultur. In Schönfeld gibt es zwei Kirchen.
Die alte Kirche ist vermutlich um die Mitte des 13. Jahrhundert erbaut worden. Der Findlingsbau ist mit Backsteinen durchsetzt. Bis auf den Grund verfallen, baute man sie 1724/25 um, wodurch sie ihr jetziges Aussehen erhielt. Ein kleiner Backsteinvorbau (19. Jahrhundert) führt auf der Westseite zu einer gewölbten Gruft. Sehr stimmungsvoll ist die barocke Innenausstattung. Reste von Rankenmalerei auf den Deckenbrettern (um 1725) sind noch vorhanden, ebenso der Kanzelaltar von 1726 und der von der Decke herabhängende Taufengel. Auf dem gleich Grundstück, nahe der alten Kirche, entstand 1884 in Anlehnung an die mittelalterliche Backsteingotik in Stendal eine neue Kirche. Die Familien derer von Rundstedt ließ in der Zeit von 1883 bis 1886 diese Backsteinkirche erbauen. An der Weltseite des Schiffes ist der breite rechteckige Turm angefügt worden, in dem sich die Eingangstür befindet. Über dieser Tür ist ein Mosaikbild eingearbeitet worden. Heute wird die Kirche nicht mehr genutzt.
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